Montagu bed and beers, Krater Fajan © Christoph Schwarz

Fragt man Niklas Nalbach und Lukas Kochendörfer, zwei der zwölf Mitglieder von Innsbrucks jüngstem und hippstem Architekturkollektiv, wie sie auf den höchst extravaganten Namen für ihr 2013 gegründetes Unternehmen gekommen sind, haben sie gleich zwei Antworten auf Lager: eine pragmatische und eine programmatische.


 

Warten auf den Meteorit

Die realistische Antwort hat mit der Suche nach ihrem ersten Atelier in einem kleinen Haus zu tun, das unmittelbar neben dem letzten Bombentrichter Innsbrucks stand. Aus dem Atelier wurde zwar nichts, ein Krater in dieser innerstädtischen Lage hat sie allerdings fasziniert – und der aus den Anfangsbuchstaben der Kerntruppe kombinierte Name für ihr Kollektiv war geboren. Wesentlich poetischer kommt dagegen Variante Nr. 2 daher. Da geht es um die Markierung von Orten durch Architektur, die im besten Fall wie ein Krater einschlägt. Dessen Grenzen zu erforschen, hat sich die als Verein organisierte Gruppe vorgenommen, „vielleicht bis ein Meteorit uns trifft“.

Sei das Zerstörerische doch oft der Beginn von etwas Neuem, das weitergestrickt werden kann.

Café Gang & Gebe in Innsbruck, Krater Fajan © Charly Schwarz

Café Gang & Gebe in Innsbruck, Krater Fajan © Charly Schwarz

Café Gang & Gebe in Innsbruck, Krater Fajan © Charly Schwarz

Café Gang & Gebe: Die Hüllen sind roh geblieben. Krater Fajan © Charly Schwarz

Körper im Raum

Wie das Arbeiten im Kollektiv funktioniert, erklären die Kraters am Entstehen ihrer ab 21. Mai im Innsbrucker aut laufenden Ausstellung mit dem bewusst ironischen Titel „Viel Tamtam um Nichts“. Jeder der Mitglieder hat dazu im Vorfeld auf der Basis gemeinsam erarbeiteter programmatischer Eckpunkte seine Gedanken skizziert, über die dann intensiv diskutiert wurde, bevor das Projekt in einem fast spielerischen Prozess immer konkretere Formen annahm, Materialien getestet wurden, bis es reif für die Umsetzung durch das Kollektiv war.

Die Gruppe ist als Verein organisiert, dem grundsätzlich jeder und jede beitreten kann. Und sich in der kollektiven Arbeit engagieren darf. 

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