Bechter Zaffignani Architekten, Neuapostolische Kirche Bregenz © Petra Rainer

Das von Bechter Zaffignani entworfene Gotteshaus wirkt auf den ersten Blick wie ein einfacher Quader, erweist sich aber bei näherer Betrachtung als sehr vielschichtig. Es ist auch ein Bild für die Gemeinde, die es nutzt.

Designed by Bechter Zaffignani, at first glance it looks like a simple block but when examined more closely it turns out to be highly complex. An image that could also be applied to the congregation that uses it.


 

Das Grundstück liegt an einer Kreuzung in einem Wohngebiet. Im Osten verläuft die stark befahrene Arlbergstraße, die nach Lauterach führt, im Süden die Nideggegasse. Die Kirche steht direkt an der Kreuzung.
 

„Eine Kirche gehört besser an die Straße, wo sie auch wahrgenommen werden kann, als in die zweite Reihe“,

sagt Architekt Michelangelo Zaffignani, der auch die Bauausführung übernahm.

Die Kubatur der Kirche orientiert sich an der Nachbarschaft – sie ist ein 7,5 Meter hoher Quader von 20 Meter Länge und 14 Meter Breite. Von der Ferne wirkt sie rätselhaft abstrakt, denn sie hat weder Fenster, noch einen Turm. Man könnte sie für ein Infrastrukturbauwerk halten – was sie irgendwie auch ist, denn ein Gotteshaus ist gleichermaßen die Grundversorgung für die Seele jedes Gläubigen. Je mehr man sich dieser Kirche nähert, umso deutlicher wird ihre Besonderheit: Sie hat eine vorgemauerte Fassade aus ockerfarbenen, handgeschlagenen Ziegeln, die mit einer weißen Lasur glasiert sind. Keiner dieser Ziegel hat gerade Kanten, jeder unterschiedet sich von den anderen.

 

The site is at a junction in a residential area. In the east is Arlbergstraße, a remarkably busy road that runs to Lauterach, Nideggegasse lies to the south. The church stands directly at the crossing.
 

“It’s better to place a church on the street, where it can be registered, than in the second row of buildings”,

says architect Michelangelo Zaffignani, who also supervised the construction process.

The volume of the church is oriented on the neighbourhood – it is a 7.5-metre-high block, 20-metres-long and 14-metres-wide. From a distance it seems puzzlingly abstract, as it has no windows and no tower. It could possibly even be taken for an infrastructure building – which in a certain sense it is, as a church is a basic supply service for the soul of every believer. The closer one comes to this church, the more clearly its special character emerges. It is faced with ochre-coloured handmade bricks, which were given a white glaze. None of the bricks has straight edges, no two of them are the same.

Bechter Zaffignani Architekten, Neuapostolische Kirche Bregenz © Petra Rainer

Bechter Zaffignani Architekten, Neuapostolische Kirche Bregenz © Petra Rainer

Bechter Zaffignani Architekten, Neuapostolische Kirche Bregenz © Petra Rainer

Bechter Zaffignani Architekten, Neuapostolische Kirche Bregenz © Petra Rainer

Die neuapostolische Kirche ist über die Opferbeträge der Gläubigen finanziert. „Es gab viele Diskussionen um die Kosten. Es war sehr wichtig, respektvoll mit dem Geld umzugehen“, so Zaffignani. Daher setzte er durchwegs hochwertige Materialien ein, die gut altern. Ziegeln für die vorgemauerte Fassade, Beton für das Untergeschoss und die Wände, geschliffener Estrich am Boden, Holz für die Möbel und den Altar, ein schlichter Kubus aus Eschenholz.

The New Apostolic Church is financed through the contributions of the faithful. “There were lots of discussions about the costs. It was vital to use the money wisely”, says Zaffignani. On this account he chose high-quality materials that age well. Bricks for the facing walls, concrete for the basement and the walls, sanded screed for the floors, wood for the furniture and the altar, a simple cube of ash.

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