HQ IOC © Adam Mørk

Sportlich-elegant präsentiert sich das neue Headquarter des IOC am Genfersee. Dynamische Formen und optische Leichtigkeit brechen das immense Volumen der komplexen architektonischen Figur erfrischend auf.


 

Fast schon tänzerisch ragt das im Juni 2019 fertiggestellte IOC-Gebäude im Park einer Promenade am Genfersee empor:

Fließende Linien und vibrierend anmutende Volumen. 

Die von einem Stahlrahmen gefassten Fenster reihen sich leicht abgeschrägt aneinander, sodass sie trotz repetitivem Muster nicht monoton wirken. Gleichzeitig kontrastiert dieser Rhythmus die plan gestaltete Glasfront des Parterres, das sich als Fundament einer mäandrierenden Architektur liest.

Spielerisch mit dem Territorium verbunden, entfaltet sich der eingeschossige Trakt wie eine Welle – mal ansteigend und vorspringend, dann aber auch nahezu in die Erde eingrabend.

Hier zeigt der Bürokomplex, dass er seinen Kontext respektiert:

Einerseits interagiert das Headquarter mit der Natur und nimmt sie durch das begrünte Dach im Parterre sogar konzeptuell auf. Anderseits dockt es sorgsam an den benachbarten Altbau an.

Glas und Stahl dominieren das Bild und verleihen der Architektur ein leichtes, silbergraues Kleid. Holz und Sichtbeton setzen darin reizvolle Akzente.

HQ IOC © Adam Mørk

HQ IOC © Adam Mørk

 

Generell erscheint das Olympiazentrum luzid, luftig und transparent. 

Im Innern wird diese Nonchalance fortgesetzt.
Ein besonders interessantes Element bildet dabei die mittig im Atrium angeordnete Eichentreppe, die fünf Geschosse in expressiver Manier miteinander verbindet und eine Referenz an die olympischen Ringe darstellt. Um die gerundete Treppe gruppieren sich Büros für 500 Mitarbeitende (Platz gibt es sogar für 600 Personen) in einem Mix aus open space offices, Nischen und Boxen. Der Raum des 22 000 m2 umfassenden Neubaus lässt sich teils variabel gestalten. Die Konstruktion trägt zu dieser Flexibilität bei, existieren doch neben vier Kernbereichen mit technischen Anlagen und Toiletten nur gerade mal 14 Pfeiler. Somit wurde das Prinzip der fließenden Bewegung auch im Grundriss umgesetzt.

HQ IOC, Interior © Adam Mørk

HQ IOC, Interior © Adam Mørk

HQ IOC © Adam Mørk

HQ IOC © Adam Mørk

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