Tanzhaus Zürich © Simon Menges

Ein neues Tanzhaus an der Limmat in Zürich, das trotz starker Geometrien und repetitiver Fassade dezent und unaufdringlich wirkt. Durch die intelligente Einpassung in die terrassierte Topografie schafft es zudem mehr öffentlichen Raum.


Das zweigeschossige Gebäude ist klar konzipiert. Entlang der Uferfassaden reihen sich rhythmisch schlanke Trapeze aneinander – 24 unten, 35 oben.

Durch die kleinteiligere Fensterreihe des abgetreppten Volumens fließt einerseits Licht in die Büros und die drei Proberäume, anderseits erhellt es den haushohen Tanzsaal als eine Art Obergaden.

Hier bekleiden graue Akustikplatten die Unterzüge. Darunter hängen diverse Lüftungsrohre und schwarze Stahlträger für die Bühnentechnik.
Eine mobile Publikumstribüne soll bald folgen. Erdsonden, Wärmepumpen und eine kontrollierte Lüftung sorgen für einen nachhaltigen Betrieb.

Materiell bestimmt Beton den visuellen Eindruck: Es handelt sich primär um Recyclingbeton, der voller unregelmäßiger Löcher ist.

Tanzsaal, Tanzhaus Zürich © Simon Menges

Tanzsaal, Tanzhaus Zürich © Simon Menges

 

Dabei tritt die poröse, teils rohe und manchmal industriell anmutende Textur des Recyclingbetons in einen spannungsvollen Dialog mit dem gebauten Kontext – so korrespondiert sie mal mit dem gigantischen Swissmill Tower und dem Eisenfachwerk des nahen Lettenviadukts, oder mit den Holzbrettern des benachbarten Flussbads.

Das Züricher Tanzhaus an sich respektiert den Ort und die denkmalgeschützten Gebäudeensemble rundherum, und es stimuliert durch eine offene Terrassenlandschaft gleichzeitig Austausch und Interaktion.

 

Tanzhaus Zürich © Simon Menges

Tanzhaus Zürich © Simon Menges

Tanzhaus Zürich © Simon Menges

Tanzhaus Zürich © Simon Menges

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