Eingang ins Museum von wg3 © Fischer

Mit der von Napoleon 1809 erzwungenen Schleifung der Grazer Burg, der nur die freigekauften Objekte Glocken- und Uhrturm und die Kasematten entgingen, wurde der Grazer Schlossberg erst öffentlich zugänglich und bald zu einem als englischer Landschaftspark gestalteten Naherholungsraum innerhalb der Stadt. Auf den Kasematten der ehemaligen Stall- und Kanonenbastei wurde ein Museum eingerichtet, ausgeführt von dem jungen Büro Studio wg3.


 

Im Spiel zwischen innen und außen

Statt die historischen Gebäude, aus denen sich das Ensemble rund um einen Hof zusammensetzt, zwanghaft miteinander zu verbinden, läuft die Neuaufsetzung behutsam ab und verschmilzt die diversen Teile eher unterschwellig: Über das Farbkonzept der Innenraumgestaltung (die sich, oxydrot, logisch von den dicken Ziegelwänden der Kasematten ableitet), zur einer im Boden aus Granitplatten gelegten Kreisform (die innen und außen verschränkt und damit symbolisch den letzten Rest fortifikatorischen Charakters in einigender Gestik bricht).

Ein gediegener Minimalismus, der aus der Bündigkeit der Verkleidungen sowie aus der zeitgemäßen Ausstellungsarchitektur im „Kanonierhaus“ spricht

Der Wundergarten des neuen Museums © Fischer

Der Wundergarten des neuen Museums © Fischer

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