La Biennale 2023, Pavillon Mexiko © Marco Zorzanello

„In architecture particularly, the dominant voice has historically been a singular, exclusive voice, whose reach and power ignores huge swathes of humanity – financially, creatively, conceptually – as though we have been listening and speaking in one tongue only. The ‚story‘ of architecture is therefore incomplete. Not wrong, but incomplete. It is in this context particularly that exhibitions matter.“


Mit diesen Worten wurde die diesjährige Architekturbiennale „Laboratory of the Future“ von der ghanaisch-schottischen Architektin Lesley Lokko eingeleitet. Die von ihr kuratierte Hauptausstellung hat sich zum Ziel gesetzt, den zahlreichen, viel zu lange ungehörten Stimmen des afrikanischen Kontinents endlich Gehör zu verschaffen, und das lässt sich sehen! Über die Hälfte der 89 TeilnehmerInnen stammen aus Afrika oder der afrikanischen Diaspora. Auch auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis wurde geachtet und der Altersdurchschnitt ist mit 43 Jahren recht jung. Bei den Sonderprojekten der Kuratorin sinkt das Durchschnittsalter sogar auf 37 Jahre, wobei die jüngste teilnehmende Person 24 Jahre alt ist. Es weht also ein frischer Wind auf der Biennale in Venedig – und dafür wurde es auch wirklich Zeit.

Mit „Laboratory of the future“ hat Lesley Lokko einen Raum zum Experimentieren geschaffen: Die Architektur im klassischen Sinn mit ihren zahlreichen Modellen und Plänen ist in den Hintergrund gerückt, um so Platz für architektonische Visionen, Ideen und Gedanken jenseits des Bauens zu ermöglichen. Dies spiegelt sich in den diversen künstlerischen Installationen und anderen Medien wider, welche die Ausstellungsflächen gestalten. In der Hauptausstellung konnte DAAR mit dem Projekt „Ente di Decolonizzazione – Borgo Rizza“ überzeugen und gewann den Goldenen Löwen für die beste Arbeit. Sie beschäftigen sich mit der kritischen Wiederaneignung faschistischer Architekturen in Italien und zeigen dies mit einer Installation aus einer maßstabsgetreuen Nachbildung der Fassade des Hauptgebäudes von Borgo Rizza und einem Film.

Über den Silbernen Löwen in der Kategorie Nachwuchs konnte sich der in Nigeria geborene Künstler Olalekan Jeyifous freuen, der mit seiner bunten afrofuturistischen Vision eines neuen African Age beeindruckte. Das Arsenale ermutigt allerdings auch dazu, einen Blick in die Länderpavillons neben der großen Hauptausstellung zu werfen...

Sie möchten weiterlesen? Dieser Beitrag ist Teil unserer Ausgabe 9/2023. Der Volltext ist ab Seite 12 zu finden.


 

Banner 9/2023

Das könnte Sie auch interessieren

Newsletter Anmeldung

Wir informieren Sie regelmäßig über Neuigkeiten zu Architektur- und Bauthemen, spannende Projekte sowie aktuelle Veranstaltungen in unserem Newsletter.

Als kleines Dankeschön für Ihre Newsletter-Anmeldung erhalten Sie kostenlos ein architektur.aktuell Special, das Sie nach Bestätigung der Anmeldung als PDF-Dokument herunterladen können.