Boris Podrecca, Austria Campus, Wien © Miran Kambic

Das zentrale Wiener Stadtentwicklungsgebiet Nordbahnhof nimmt immer mehr Gestalt an: Mit dem Austria Campus hat Boris Podrecca zwischen gewachsenen und neuen Quartieren nun eine wichtige Stadtnaht mit mediterranen Qualitäten realisiert.


 

 

Im Nordbahnhofquartier von der Bundesbahn erwarb die Bank Austria weitere fünf große Baufelder und lobte 2011 einen städtebaulichen Wettbewerb mit 13 geladenen Teilnehmern aus:

Errichtet werden sollte „nach ökologisch nachhaltigen Kriterien ein innovativer Unternehmensstandort von internationalem Format mit einer Bruttogeschoßfläche von rund 200.000 Quadratmetern oberirdisch, unter anderem ein Hotel mit 265 Zimmern, Betriebsrestaurants und Betriebskindergärten, ein Ärztezentrum sowie Geschäfte zur erforderlichen Nahversorgung und zwei Tiefgaragen mit insgesamt 800 Stellplätzen.“

 

Boris Podrecca, Austria Campus, Wien © Miran Kambic

 

Dem erfahrenen Städtebauer Podrecca war es besonders wichtig,
einen urbanen Charakter mit Platzbildungen und städtebaulichen Bezugsachsen zu realisieren:

Der Campus hat zwei wichtige Sichtachsen: Eine Richtung Nordosten zum DC-Tower von Dominique Perrault und eine Richtung Norden zu meinem Millenium Tower.

Boris Podrecca

Für die Realisierung einer belebten Piazza öffnete Podrecca die Blockrandbebauung aus dem städtebaulichen Leitbild des Quartiers, das er mit Heinz Tesar 1992 noch selbst entworfen hatte:

Boris Podrecca, Austria Campus, Wien © Boris Podrecca

 

Ich wollte hier keine langen Fassaden und habe daher vier Kopfbauten auf Stützen entworfen, die wie urbane Loggien wirken und einen ‚hypothetischen‘ Platz bilden. Die Stadt läuft gleichsam darunter durch. In den geschützten Bereichen und dazwischen entfaltet sich das Leben.

Boris Podrecca

 

Boris Podrecca, Austria Campus, Wien © Hertha Hurnaus

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