Karl Grimm Landschaftsarchitekten

Johann-Nepomuk-Vogl-Platz, Wien

Johann-Nepomuk-Vogl-Platz © Karl Grimm, Johannes Hloch

Grün, lebenswert, klimafit – ein Platz im dichten Gründerzeitquartier avancierte durch seine Neugestaltung vom unattraktiven Hinterbereich eines Marktes zum grünen Vorzeigeplatz mit besonderen Qualitäten.


 

Upgrading im Gründerzeitquartier

Im Kreuzgassenviertel, einem im 19. Jahrhundert sehr dicht bebauten Teil des 18. Wiener Gemeindebezirks, wurde ein bislang unscheinbarer und eher unattraktiver öffentlicher Raum erneuert. Eine WC-Anlage und eine Altstoffsammlung hinter den am Platz befindlichen Markthäusern hatten hier viel Freiraum verstellt, die vorhandenen Bäume litten unter Trockenstress und zur Nutzung des Platzes fehlten entsprechende Angebote. Die Neuplanung übernahm das Ziviltechnikerbüro Karl Grimm Landschaftsarchitekten, wobei Ideen und Vorschläge von AnrainerInnen aus einem Beteiligungsprozess eingeflossen sind.

Die Fläche ist ein Platz-Park-Markt-Hybrid. Teilweise ist sie als Markgebiet gewidmet, teils als Erholungsgebiet Park.

 

Johann-Nepomuk-Vogl-Platz © Karl Grimm, Johannes Hloch

Johann-Nepomuk-Vogl-Platz © Karl Grimm, Johannes Hloch 

Platz als Regenwasserspeicher

Um künftig besser mit den schwierigen Bedingungen im Klimawandel umgehen zu können, kam ein landschaftsarchitektonisches Gestaltungskonzept zur Anwendung, das Nutzungs- und Aufenthaltsqualitäten schafft und nebenbei ganz unbemerkt ein zukunftsweisendes integratives Regenwasserverwertungskonzept zur Anwendung bringt. Es wurde mit einer konstruktiven Lösung gearbeitet, die ohne kosten- und wartungsintensiven technischen Aufwand auskommt, dem sogenannten Schwammstadt-Prinzip. Der Platz wird zu einem Wasserverwertungssystem, das anfallende Regenwässer der Platzfläche und der flachen Marktstanddächer sowie das Wasser des am Platz befindlichen Wasserspielplatzes in sechs Baumscheiben im zentralen Platzbereich einspeist.

Johann-Nepomuk-Vogl-Platz © Karl Grimm, Johannes Hloch

Johann-Nepomuk-Vogl-Platz © Karl Grimm, Johannes Hloch

Man wünschte sich einen offenen Platz mit viel Bewegungsraum und Freizeitangeboten für Kinderspiel, Veranstaltungen und für einen Wochenmarkt.

 

Johann-Nepomuk-Vogl-Platz © Karl Grimm, Johannes Hloch

Die Bodendüsen wurden mit Fontänen- und Nebelfunktion ausgestattet © Karl Grimm, Johannes Hloch

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