Die neue Zirkularität des Bauens
Der Anteil des Bauwesens am Müll sowie am Verbrauch von Primärenergie und zusätzlich anfallenden CO2-Emissionen beträgt jeweils unglaubliche 40 Prozent, wie Beate Engelhorn in ihrer Einführung zur Ausstellung „Material Loops α. The Circular Economy – Bestand als Materialressource“ vorrechnet.
Ende der „Abfallproduktion“
Angesichts kontinuierlich wachsender Bevölkerungen, die zunehmend in die Städte abwandern, zeichnet sich kein baldiger Rückgang dieser dramatischen Werte ab. Dabei liegt das Erschreckende nicht allein in deren Höhe, sondern wohl auch darin, dass in industrialisierten Gesellschaften Abfall nicht nur anfällt, um danach bloß in Kauf genommen werden zu müssen, sondern gezielt herbeigeführt wird, um unsere globalisierte Wirtschaft in Schwung zu halten. Der Beigeschmack des in sich paradoxen Begriffs „Abfallproduktion“ ist schon recht herb – künftige Generationen dürfen sich freuen.
Ehrlich dankbar werden sie aber über Projekte sein, die im Umdenken ein paar Schritte voraus sind und dem übermäßigen Rest vorzeigen können, wie sich Rohstoffe nicht länger linear, sondern zirkulär verwenden lassen. In der Ausstellung „Material Loops α.“ präsentieren ...