Die mexikanische Architektin Tatiana Bilbao hat in nur 17 Jahren eine beeindruckende Vielfalt von Projekten realisiert. Collagen statt Renderings, multiprofessionelle Kollaborationen, soziales Engagement, Neugier und Forschergeist kennzeichnen ihre Arbeitsweise.

Eine imaginäre Stadt und Landschaft

25 Projekte ihres Büros werden bis Januar 2022 im Architekturzentrum Wien gezeigt. Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Louisiana Museum for Modern Art realisiert, wo Bilbao vor zwei Jahren ihre Arbeiten gezeigt hat. Um die Ausstellung für Wien zu adaptieren, setzte sich eine Mitarbeiterin von Tatiana Bilbao Estudio drei Wochen lang vor Ort mit den Gegebenheiten auseinander. Nun ziehen sich zwei Podeste durch die lange Halle, auf denen maßstabsgetreu Modelle der 25 Projekte stehen. Realisiert wurden sie in verschiedenen Ländern und Kontinenten, in der Ausstellung werden sie durch handgezeichnete Pläne in eine imaginäre Stadt und eine Landschaft versetzt. Gesäumt werden die Podeste von hohen Kästen voller Materialproben, Arbeitsmodellen, Collagen, aber auch Haushaltsgeräten. Diese erzählen von den alltäglichen Verrichtungen zukünftiger BewohnerInnen. An ihnen orientieren sich die Entwürfe des Büros genauso wie an Budget, Klima, Topografie oder sozialer Umgebung. Die Collage als Entwicklungs- und Denkwerkzeug hält die Heterogenität der Quellen und Elemente des Entwurfs sichtbar, den Prozess in Bewegung...

© Anna Hop

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